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Zentralrat der Muslime in Deutschland e.V.

Mittwoch, 23.10.2002


22.10.02: Beckstein und Zentralrat der Muslime sehen Islamische Charta als wichtige Grundlage für Integration der Muslime in Deutschland



Bei einem Gespräch im bayrischen Innenministerium waren sich Innenminister Dr. Günther Beckstein und der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland e.V. Dr. Nadeem Elyas einig, dass die am 20. Februar 2002 verabschiedete Islamische Charta des Zentralrats zur Beziehung der Muslime zu Staat und Gesellschaft ein wichtiger Schritt in Richtung Integration ist. Beckstein bezeichnete die Islamische Charta als positives Zeichen und als Fortschritt. Beide Seiten waren sich einig, dass die Islamische Charta nicht der Abschluss dieses Prozesses ist, sondern an seinem Beginn steht. Die Charta lässt allerdings nach Meinung Becksteins in einigen Punkten noch Fragen offen. Beckstein forderte den Zentralrat auf, sich von islamistisch-fundamentalistischen Gruppierungen und Bestrebungen zu distanzieren. Dies werde im Ergebnis den Zentralrat der Muslime als Organisation stärken. Dr. Elyas betonte, dass der Zentralrat der Muslime das Grundgesetz voll und ganz akzeptiert und seine Mitglieder auf die Islamische Charta verpflichten wird. Elyas bekräftigte ferner, dass Vertrauen seitens des Staates gegenüber den Muslimen die zentrale Voraussetzung für die von allen gewünschte Integration ist. Abschließend versicherte der Zentralrat, dass die Zusammenarbeit mit den staatlichen Organen im Kampf gegen den Terror auch für Muslime eine Bürgerpflicht ist.