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Zentralrat der Muslime in Deutschland e.V.


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Dienstag, 14.03.2000

Zum Schuldbekenntnis der röm.- kath. Kirche (mea culpa)



"Mea culpa"

Zum Schuldbekenntnis der
Rhömisch-Katholischen Kirche

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) nahm die sieben Bitten von Papst Johannes Paul II. um Vergebung für die Fehler von Christen in der 2000-jährigen Kirchengeschichte mit Anerkennung und Respekt wahr.

Papst Johannes Paul II. bewies bei vielen seiner Auslandbesuche in der islamischen Welt Mut zum Zugeben geschichtlicher Fehler der Kirche gegenüber anderen Religionsgemeinschaften und Kulturen und insbesondere gegenüber den Muslimen.
Zu den verheerendsten Fehlern der Kirche gehören die Kreuzzüge, die jahrhundertelang Unheil,, Vernichtung und bis heute nicht verheilte Wunden mit sich brachten.
In dem historischen Text von Papst Johannes Paul II. fanden gerade dieses beispiellose Kapitel in der Menschheitsgeschichte und seine Opfer, die Muslime, keine Erwähnung. Dies bedauern wir zutiefst. Eine Entschuldigung der offiziellen Kirche, die seinerzeit zu den Kreuzzügen aufgerufen hatte, und ihres heutigen Oberhaupts wäre als Abschluss für dieses Kapitel von größter Wichtigkeit gewesen.
Die damalige Legitimation „Gott will es!“ hätte bei dieser Gelegenheit mit einem deutlichen „Nicht Gott hat es gewollt!“ korrigiert werden müssen.

Wir erhoffen uns gleiche mutige Schritte und vor allem tätige Reue von den namhaften Vertretern aller Weltreligionen und Weltanschauungen, damit wir alle einer friedvollen Zukunft entgegensehen können.

Köln, den 14. März 2000

(Dr. Nadeem Elyas, Vorsitzender, Tel.: 02403/24434)




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